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E-Lesson Substanzen und Methoden


Grundlagen

Einführungsmodul

In dieser Rubrik finden Lehrpersonen und Ausbildungsverantwortliche Informationen und Hilfsmittel für ihren Unterricht oder eine Schulung zum Thema Doping.

Lernclip Analytik

Im Wettkampf oder ausserhalb des Wettkampfs müssen Sportler Urin- oder Blutproben abgeben. Diese werden in speziellen Labors auf verbotene Substanzen getestet. Dafür werden unterschiedliche Analysemethoden angewendet.

Selbst-Test

Prüfe das Gelernte mit dem Quizbuilder. Du bestimmst selber, wie umfangreich der Test ausfallen soll.


Jederzeit verbotene Substanzen und Methoden (in und ausserhalb von Wettkämpfen)

S1 Anabolika

Anabolika sind Steroidhormone wie Testosteron und Substanzen mit einer dem männlichen Sexualhormon ähnlichen Wirkung. Sie sorgen für eine anabole Stoffwechsellage.

S2 Erythropoetin (EPO)

EPO gehört zur Klasse der verbotenen Hormone. Es regt die Bildung roter Blutkörperchen an. Damit kann das Blut mehr Sauerstoff in die Muskeln transportieren.

S2 Insulin

Insulin ist ein verbotenes Peptidhormon. Es senkt den Blutzuckerspiegel und beeinflusst auch den Fett- und Aminosäurestoffwechsel.

S2 Wachstumshormon (HGH)

Das Wachstumshormon gehört zur Klasse der verbotenen Peptidhormone. HGH regt die Zellen zu Teilungen und Wachstum an und wirkt anabol (muskelaufbauend).

S3 Beta-2-Agonisten

Beta-2-Agonisten erweitern die Bronchien und werden als Asthma-Medikamente eingesetzt. Sie haben in hoher Dosierung eine muskelaufbauende Wirkung.

S4 Hormonantagonisten und Hormonmodulatoren

Hormonantagonisten oder -modulatoren sind Substanzen, welche die Hormonwirkungen beeinflussen oder bestimmte Enzymreaktionen beschleunigen oder verlangsamen.

S5 Diuretika

Maskierende Wirkstoffe werden hauptsächlich zur Verschleierung von anderen verbotenen Substanzen verwendet.

M1 Manipulation von Blut

Neben verbotenen Substanzen stehen auf der Dopingliste auch verbotene Methoden. Dazu gehört die Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen.

M3 Gendoping

Die WADA definiert Gendoping als «Transfer von Genbausteinen und die Verwendung von normalen oder genetisch veränderten Zellen». Weiter verbietet die WADA Medikamente, oder Methoden, welche die Genexpression regulieren.


Im Wettkampf verbotene Substanzen und Methoden

S6 Stimulanzien

Stimulanzien rufen eine erhöhte körperliche und geistige Aktivität hervor. Sie verhindern das Gefühl von Müdigkeit und steigern so die Leistungsfähigkeit.

S7 Narkotika

Die im Sport verbotenen Narkotika (Einzahl: das Narkotikum) sind starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Sie werden zur Unterdrückung starker Schmerzen eingesetzt.

S8 Cannabinoide

Cannabinoide sind natürliche Substanzen, die aus indischem Hanf gewonnen werden sowie synthetische Analoga. Die wirksamste Substanz ist das Tetrahydrocannabinol (THC).

S9 Glukokortikoide

Glukokortikoide sind körpereigene oder künstlich hergestellte Steroidhormone, die den Stoffwechsel beeinflussen und schmerzstillend und entzündungshemmend wirken.


In gewissen Sportarten verbotene Substanzen

P1 Alkohol

Ethanol, auch Alkohol genannt, ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit und in der Gesellschaft als Genuss- und Rauschmittel weit verbreitet.

P2 Betablocker

Betablocker hemmen die Wirkung der körpereigenen Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Sie wirken dadurch beruhigend auf Herz und Kreislauf, verhindern Nervosität und Muskelzittern.


Ergänzende Informationen

S2 M1 Exkurs Blut

Der Exkurs zum Thema Blut erklärt Zusammenhänge und Unterschiede zwischen gängigen Begriffen wie, Blutbildung, Hämatokrit, Gesundheitssperren, Höhentraining und Blutpass.